Rückschau: 7. Ausstellung des KSS

24. April – 12. Juni 2016

 

 

KAI RICHTER
Ego construo ergo sum

Ein Blick in die Ausstellung

Alle Fotografien: © Niklas Thiemann Fotodesign

 

„Ich baue, also bin ich“ – so die deutsche Übersetzung des programmatischen lateinischen Titels der Einzelausstellung des Düsseldorfer Künstlers Kai Richter (*1969 in München) im Kunstverein Sundern-Sauerland zu Gast in der Stadt Galerie Sundern. Der Bildhauer als Konstrukteur, der seine Werke buchstäblich baut; dabei setzt er sich vor allem mit dem höchst komplexen Begriff des Raums auseinander – künstlerisch, physisch und auch physikalisch. Materialien aus dem Baugewerbe stehen hierbei im Mittelpunkt – von Doka-Balken und Schalungstafeln bis hin zu Gerüststangen und Baulampen.

Eins der wichtigsten Kriterien, die Kunst von Kunsthandwerk unterscheiden, ist ihre Fähigkeit, Dinge oder Ideen in ihrem Wesen zu verwandeln, d.h. von einer Daseinsform in eine andere zu transportieren. Diese Unterscheidung ist vor allem wichtig, wenn das Handwerk oder, wie im Falle von Kai Richter, Baumaterial des Handwerks, in der Kunst bzw. durch die Kunst thematisiert werden. Richters Installationen verwandeln aber nicht nur Rohmaterialien aus dem Bau in Kunstwerke, sondern auch und vor allem den Raum, der sie umgibt. Seine Werke sind „raumgreifend“ im wahrsten Sinne des Wortes, denn seine Installationen aus Baumaterialien besetzen nicht nur den Raum mit ihrer Wucht und Dynamik, sondern greifen buchstäblich in ihn hinein und machen den Raum für den Betrachter greifbar. Es geht dem Bildhauer also um eine Art Dialog zwischen der Skulptur und dem Raum, innerhalb dessen sie sich entfalten kann. Das Resultat ist eine Symbiose, ein „Geben-und-Nehmen“, denn das eine bestimmt das andere und beide liefern sich jeweils eine Daseinsberechtigung, mindestens für die zeitlich begrenzte Dauer der künstlerischen Intervention.

Richters Installationen, Objekte und Fotocollagen sind also keine Paraphrasierung von Architektur oder Baustellen. Sie sind selber weder Architektur noch architektonisches Nebenprodukt oder gar Abbild der Architektur, sondern existieren neben bzw. innerhalb der Architektur als Kommentar, These oder sogar Prognose. Die Architektur ist also bei Richter zwar Bezugspunkt, aber keinesfalls das Ziel. Es handelt sich um eine Koexistenz, ein gleichberechtigtes Nebeneinander.

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Die Installation der

YOUTH-Kunstgruppe wird unterstützt von:

 

* Bürgerstiftung Sundern

* Lagertechnik Schulte

* Oberflächenveredelung

   Manfred Hoffemnn

* MB Tankstelle Hachen

* Heimann

  Metall und Oberflächentechnik

* KFZ Meisterbetrieb Knapstein

Ausstellung

 

 03.11. - 15.12.2019

 

Willem Harbers

Eine kurze Geschichte der Zukunft

 

und im Projektraum

 

YOUTH-Kunstgruppe

REALITY CHECK

 

 

 

Exkursionen

 

Tagesexkursionen werden hier rechtzeitig  angekündigt.

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Studienreise

Juni 2020

 

Basel

eine 4-tägige Stadt-Kunst - und Kulturreise

in Kooperation mit der Volkshochschule Arnsberg-Sundern/ Bildungszentrum Sorpesee

 

Anmeldung:

Bildungszentrum Sorpesee

Tel: 02935/80260