Rückschau: 5. Ausstellung des KSS

26. April – 7. Juni 2015

 

 

 

BORIS BECKER

 

Artefakte

 

Ein Blick in die Ausstellung

Alle Fotografien: © Niklas Thiemann Fotodesign

Mit „BORIS BECKER | Artefakte“ stellt der Kunstverein einen der bekanntesten Vertreter der zeitgenössischen Fotokunst in Deutschland mit einer Umfangreichen Einzelausstellung vor.

In seiner Einzelausstellung „ARTEFAKTE“ präsentiert der international gefeierte Fotokünstler Boris Becker rund 25 Arbeiten aus unterschiedlichen Werkgruppen aus den letzten 20 Jahren.

 

Wichtig für den Kölner Künstler ist vor allem, dass eine Aufnahme als eigenständiges Bild funktioniert und weniger als präzise bzw. objektive Wiedergabe der Realität. So geht es ihm nicht um die Dokumentation von bestimmten Bauwerken oder Orten, sondern vielmehr um die darin von ihm entdeckten Facetten, die durch Menschen geschaffen wurden und ein Spiegel dafür sind, wie Menschen mit ihrem Lebensumfeld, Natur- und Kulturraum umgehen, ihn verändern oder gestalten. Dies findet Becker u.a. in Architekturen, landwirtschaftlichen Nutzflächen und Landschaften, aber auch in scheinbar banalen Gegenständen und räumlichen Situationen, die man im Alltag eher übersieht. Becker lässt mit seinem Blick auf diese Phänomene Bilder entstehen, die sich durch den künstlerischen Abstraktionsprozess auf Strukturen oder Flächen konzentrieren und in ihrer gelungenen Komposition oft malerisch wirken.

 

Boris Becker studierte von 1982-84 Visuelle Kommunikation an der HDK Berlin und 1984–1990 bei Bernd Becher an der Kunstakademie Düsseldorf und zählt heute zu den einflussreichsten deutschen Foto-Künstlern. Technisch bleibt Boris Becker der von seinem Lehrer bevorzugten Großbildfotografie treu, die die detailgenaue Wiedergabe der Wirklichkeit ermöglicht. Becker setzt sich allerdings schon früh kritisch mit dessen dokumentarisch strengem Prinzip der Realitätsabbildung auseinander: von seiner allerersten Werkgruppe „Hochbunker“ (1985–1989) bis hin zu den kuriosen „Fakes“ (1999–2001), bei denen scheinbar banale Gegenstände – eigentlich beschlagnahmte Schmuggelware aus der Asservatenkammer des ZKA – vor farbig monochromen Hintergründen präsentiert sind.

In seinen jüngsten Werken der letzten 2-3 Jahre setzt sich Becker verstärkt mit dem Thema der Abstraktion auseinander. Bei „All-Over“ (zu Deutsch: formatfüllenden) Arbeiten wie „Grieger“ (2012) oder „Posamenten“ (2013) ist der Betrachter im ersten Moment verführt, sich auf die präzisen Details der fast monumentalen Aufnahmen zu fixieren – allerdings gelingt man schnell zurück zur Wahrnehmung der Gesamtkomposition, so dass ein ständiges Hin-und-Her zwischen Dokumentation und Abstraktion entsteht. Die Detailtreue und Präzision seiner Bilder verleitet den Betrachter immer wieder zum munteren Deuten des Gesehenen. Allerdings verrätselt der Künstler dann doch über die Abstraktion des reduzierten Bildausschnitts, so dass man regelrecht aufs Glatteis geführt wird.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Ausstellung

 

 05.07. - 31.08.2019

 

Linda Nadji

STILLE POST

 

und im Projektraum

 

Kai Gürntke

BROKEN MIRRORS

 

 

 

Exkursionen

 

Tagesexkursionen werden hier rechtzeitig  angekündigt.

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Studienreise

27. - 30. Juni 2019

 

Den Haag - Amsterdam

Alte Meister und die junge Kunst

eine 4-tägige Stadt-Kunst - und Kulturreise

in Kooperation mit der Volkshochschule Arnsberg-Sundern/ Bildungszentrum Sorpesee

 

Anmeldung:

Bildungszentrum Sorpesee

Tel: 02935/80260